Fortbildung
  1. Präsenz und Energie
    11.-13. Januar 2019 Bettina Schroeter / Wolfgang Hegenbart
  2. Grundlegende Annahmen der Körperpsychotherapie

    Die Basis für die persönliche Identität ist die körperliche Präsenz, der beseelte Leib, den man fühlt und bewohnt, nicht der mechanische Körper, den man hat. Körper und Psyche bilden eine Einheit, sind in ihrer Funktion identisch und unterscheiden sich nur in ihrer Erscheinungsform. Alle Lebensäußerungen sind Ausdruck einer im Körper fließenden Energie, die wahrnehmbar und beeinflussbar ist. Ihre freie Pulsation steht für Gesundheit, ihre Blockierung für Störungen der psychovegetativen Selbstregulation. Grundaspekte körperpsychotherapeutischen Verständnisses werden praktisch und theoretisch vorgestellt.

  3. Angst und Erdung
    22.-24. Februar 2019 Wolfgang Hegenbart
  4. Verkörperungen von Angststörungen – Aspekte von Erdung

    Angststörungen gehören dominant zur modernen Psychopathologie. In der Körperpsychotherapie werden Angstsymptome in ihrem tieferen persönlichkeitsspezifischen Funktionszusammenhang verstanden als Ausdruck von unterdrückter Aggression oder Bedürftigkeit, mangelnder Abgrenzungsfähigkeit auf Grund von Traumatisierungen o.ä. Das körperpsychotherapeutische Konzept der Erdung beinhaltet sowohl die somatische Verankerung im inneren und äußeren Boden als auch die Einbettung in ein soziales Umfeld. Ängste können durch die aktive Rückverbindung mit einem verkörperten und geerdeten Selbstbewusstsein überwunden werden.

  5. Wege zum Körper
    29.-31. März 2019 Bettina Schroeter
  6. Vegetotherapie – vasomotorischer Zyklus – somatische Resonanz

    Analog der psychoanalytischen Basismethode der freien Assoziation begründete W. Reich die sog. Vegetotherapie als freie Assoziation auch des Körpers in Form von Impulsen, E-Motionen und intentionalen Gebärden. Die Rhythmen des Körpers folgen dabei dem vasomotorischen Zyklus, der die Dynamik von Affekten steuert. Körperpsychotherapeutische Interventionen basieren auf der somatischen Resonanz und vegetativen Identifikation und berücksichtigen die affektiven Rhythmen. Die Kunst des Wann, Wo und Wie therapeutischer Interventionen soll dabei praktisch und theoretisch vermittelt werden.

  7. Zur Essenz und Ethik der therapeutischen Beziehung
    4. Mai 2019 (Tagesseminar) Wolfgang Hegenbart
  8. in der Körperpsychotherapie

    Das Verständnis der therapeutischen Beziehung hat sich in der modernen Psychotherapie der letzten 100 Jahre erheblich gewandelt: von einem hierarchisch normierenden Arzt-Patient-Verhältnis hin zu einem dialogischen Therapeut-Klient-Verhältnis, in dem der Therapeut als Spiegel, Raumhüter und Geburtshelfer für neue Impulse fungiert. Die Einbeziehung des Körpers in die therapeutische Arbeit ermöglicht besondere Chancen sowie Herausforderungen für die therapeutische Beziehung. Ethische Fragen von therapeutischen Grenzen und Grenzfällen, Nähe und Abstinenz, Erotisierung, Konfrontation u.a. werden untersucht.

  9. Frauenleiber – Männerkörper
    24.-26. Mai 2019 Bettina Schroeter
  10. Gender – Habitus – Identität

    Geschlechtliche Identität bildet sich in einem komplexen Gefüge von biologischen wie kulturellen und gesellschaftlichen Einflüssen. Gender-Rollen haben sich in den letzten Jahrzehnten in der westlichen Welt erheblich gewandelt und erweitert, auch wenn in der Tiefe der verkörperten Psyche oft alte Rollennormen habituell bestehen bleiben. Der errungenen Toleranz für divergente sexuelle Orientierungen stehen gerade auch im Feld der Psychotherapie jahrzehntelange Pathologisierungen für Weiblichkeit, Homosexualität u.a. gegenüber. Der Bezug zum Körper kann jenseits gesellschaftlicher Normen eine selbstbestimmte sexuelle Identität und Lebensform fördern.

  11. Körper im Kontakt und Konflikt
    6.-8. September 2019 Marc Rackelmann
  12. Aggression – Differenz – Konfliktmanagement

    Offene und unterdrückte Aggressionen bedingen eine Vielzahl persönlicher und politischer Konflikte. Die KPT sieht in der Aggression eine letztlich positive Triebkraft, die Wegweiser für Grenzziehungen, Veränderungen, Klärungen u.ä. darstellt. Diese archaische Kraft statt in destruktiver Gewalt produktiv zu kanalisieren, stellt für Eltern, Pädagogen und Therapeuten eine Herausforderung dar. Die Kunst der Konfliktgestaltung muss die Angst vor Differenz im Inneren und Außen überwinden wie auch den Respekt für das Eigene sowie den Anderen entwickeln helfen. Mit den Mitteln der KPT kann zudem trainiert werden, die Kraft der Aggression in sinnlicher Weise zu integrieren.

  13. Transformation von Verletzung und Enttäuschung
    25.-27. Oktober 2019 Bettina Schroeter
  14. Verkörperung emotionaler Reife – Ressourcen von Versöhnung

    Enttäuschungen und Verletzungen scheinen im menschlichen Leben unvermeidbare Erfahrungen darzustellen und können sich im Laufe des Älterwerdens zu einem Ballast von Groll und Bitterkeit ansammeln. Verständnis und Mitgefühl für sich selbst und andere gehören zentral zu einer lebenslangen menschlichen Reifeentwicklung, die jenseits von Bagetellisierung Wege sucht, Verletzungen und Enttäuschungen zu wandeln und überwinden. Der Körper selbst enthält Ressourcen genuinen Mitgefühls, die hinter verletztem Stolz, Rachsucht oder Rückzug verborgen sind. Ihre aktive Inanspruchnahme fordert jedoch Willenskraft und Ego, sich in einer erweiterten körperseelischen Perspektive zu verankern.

  15. Verkörperung von Scham und Schuld
    29. November-2. Dezember 2019 Marc Rackelmann
  16. Charakterformen von Scham und Schuld

    Scham und Schuld sind komplexe Empfindungen, in die sowohl biologische als auch gesellschaftlich geprägte Einstellungen und Normen einfließen. Dabei differenzieren sich diese Empfindungen gemäß charakterlicher geformter Lebensgeschichten und können produktive wie selbstdestruktive Anteile enthalten. Aus körperpsychotherapeutischer Perspektive gehen sie mit einer Einschränkung des Selbsterlebens und inneren und äußeren Handlungsspielraums einher; der körperpsychotherapeutische Zugang sucht nach den in diesen Gefühlen verborgenen Ressourcen, die einen Weg zum verkörperten Kernselbst eröffnen können.