1. Präsenz und Energie
    5.-7. Januar 2018 Bettina Schroeter / Wolfgang Hegenbart
  2. Grundlegende Annahmen der Körperpsychotherapie
    Die Basis für die persönliche Identität ist die körperliche Präsenz, der beseelte Leib, den man fühlt und bewohnt, nicht der mechanische Körper, den man hat. Körper und Psyche bilden eine Einheit, sind in ihrer Funktion identisch und unterscheiden sich nur in ihrer Erscheinungsform. Im neoreichianischen Verständnis sind alle Lebensäußerungen Ausdruck einer im Körper fließenden Energie, die wahrnehmbar ist und vom sozialen Umfeld vielfältig beeinflusst wird. Ihre freie Pulsation steht für Gesundheit, ihre Blockierung für Störungen der psychovegetativen Selbstregulation. Grundaspekte körperpsychotherapeutischen Verständnisses werden praktisch und theoretisch vorgestellt.

  3. Körpersprache
    16.-18. Februar 2018 Wolfgang Hegenbart
  4. verkörperte Sprache - sprechende Körper - Narrative des Selbst
    Die Sprache des Körpers enthält eine gänzlich andere Logik als die analysierende Wortsprache. Als Körperpsychotherapeuten müssen wir zum einen lernen mit differenzierter Tonart und Sprechweise den Körper in seiner eigenen Dynamik zum Sprechen zu bringen, ebenso wie Brücken zu bauen zwischen der Versprachlichung von Gefühlen und wiederum der Verkörperung von Einsicht und Gedanken. Neben einem Überblick zu entwicklungsbiologischen Phasen der Entwicklung des Körperselbst und der Sprachentwicklung werden Übergangswege zwischen Wortsprache und Körperlichkeit, Körpersprache und Bedeutungsgebung erforscht und vermittelt.

  5. Ablösung vom Elternkörper
    20.-22. April 2018 Bettina Schroeter
  6. Wendepunkte - Schichten des Konflikterlebens - Reparenting
    Loslösungsprozesse von prägenden Elternfiguren spielen in therapeutischen Prozessen eine dominante Rolle und markieren Weichenstellungen der Identitätsentwicklung. Gelungene Ablösung transformiert sowohl chronische Anpassung als auch fixierte Rebellion im Umgang mit den realen Eltern in Richtung einer realistischen und bewusst gewählten Haltung zu diesen. In fortgeschrittenen Therapieprozessen zeigen sich dabei Verstrickungen in alte Bindungsmuster oftmals im aktuellen Beziehungsverhalten in Liebes- oder Freundschaftsbeziehungen. Das Aufspüren dieser unbewussten Mechanismen gelingt mit dem Körper auf sinnlich- anschauliche Weise und bietet von ebendort unmittelbare Erlebens -und Verhaltensalternativen an im Sinne eines verkörperten symbolischen ‚reparenting‘ ebenso wie sowie der Wandlung der inneren Elternfiguren.

  7. Anamnese/Diagnose
    26. Mai 2018 (Tagesseminar) Wolfgang Hegenbart
  8. körperpsychotherapeutisch verstanden
    Anamnesen körperpsychotherapeutischer Prozesse fokussieren auf spezifische Schnittstellen biografischer Entwicklung. Der diagnostische Blickwinkel erweitert die klassische Analyse von Bindungsmustern und prägenden biografischen Einflussfaktoren um Aspekte somatischer Vitalität, Präsenz, Körperhaltung, Bewegungsverhaltens ebenso wie Umstände von Geburt und Pränatalzeit u.ä., die relevant werden für den differentialdiagnostischen Einsatz körperpsychotherapeutischer Strategien und Techniken im therapeutischen Prozess. Der auch den körperlichen Selbstausdruck in Mimik, Gang, Blick, Händedruck u.ä. lesende Blick soll geübt und vermittelt werden.

  9. Traumkörper
    15.-17. Juni 2018 Jutta Verhoef
  10. Träume - Körper - Bewusstsein
    In verschiedenen Traumzuständen offenbaren sich Schichten des Bewusstseins, die ob bewusst oder unbewusst mit unserem Alltagsbewusstsein in Dialog treten, es beeinflussen, beängstigen oder inspirieren können. In vielen indigenen u.a. Kulturen gab es ein Wissen um die wegweisende Kraft von Träumen, wobei verschiedene Ebenen des Traumbewusstseins sorgfältig unterschieden wurden. Alpträume, Angst-, Wunsch- und Tagträume erzählen von unterschiedlichen Ebenen des Bewusstseins und erfordern unterschiedliche therapeutische Zugänge. Die körperpsychotherapeutischen Methoden evozieren oft spontan veränderte Bewusstseinszustände und vermögen so in den Übergängen von Traum- und Alltagsbewusstsein, die kreativen Ressourcen der Traumwelt unmittelbar wahrzunehmen und helfen, sie ins Leben zu bringen.

  11. Pulsationen des Lebendigen
    21.-23. September 2018 Bettina Schroeter
  12. Verkörperungen von Hingabe und Selbstwirksamkeit in den Lebensrhythmen
    In den postmodernen westlichen Gesellschaften sind Leistungsorientierung, Selbstoptimierung und Effizienz prominente Werte. Körperseelische Haltungen der Hingabe - nicht nur auf Sexualität und Sinnlichkeit bezogen- werden infolge auch für den Einzelnen abgewehrt, bedrohlich oder gar als Schwäche verbucht. Neben den Fähigkeiten zur Selbstwirksamkeit und Selbstregulation benötigt Reifeentwicklung von der Geburt über Sexualität bis zum Älterwerden jedoch auch das Erlauben von Hingabe an Freude und Sinnlichkeit ebenso wie an Leiden, Erschöpfung und Hilflosigkeit. Mit Hilfe kpt Methoden kann dieser Daseinsmodus sinnlich erprobt werden, um Selbstkontrolle und Hingabe aus ihrer inneren Polarisierung zu lösen und zu Kooperationspartnern der Identität zu entwickeln.

  13. Verkörperungen von Leere
    9.-11. November 2018 Bettina Schroeter
  14. Vom kreativen Potential von Leerstellen in Körper, Psyche und Selbst
    In einem prall gefüllten westlichen Lebensstil ist das Erleben von Leere bedrohlich und unwillkommen. Leere und Langeweile im Leben, Leerstellen im Körper und Selbstgefühl können jedoch interessante Ausgangspunkte sein in der therapeutischen Erforschung und mit sanfter Aufmerksamkeit überraschende Wendungen von Selbstkonzepten und sinnlicher Selbstwahrnehmung enthalten und entfalten. Dabei korreliert das Erleben von Leere nicht nur mit frühkindlichen Defiziten, körperlicher Selbstentfremdung oder narzisstischen Schattenwürfen , ebenso kann es verweisen auf ein gereiftes erweitertes Selbstgefühl, dass eine ängstlich verengte Ich-Identität transzendiert und Anleihen nimmt beim paradoxen transpersonalen Verständnis eines „leeren Selbst“. Hierbei ist eine Vorgehensweise hilfreich, die mit körperlichen Mikrointerventionen arbeitet.

  15. Der Körper der Sucht
    7.-9. Dezember 2018 Wolfgang Hegenbart
  16. Formen der Sucht und ihre psycho - somatischen Funktionen
    Suchterkrankungen sind in den modernen westlichen Industriegesellschaften dominantes und strukturelles Phänomen und erzählen vom passiven Protest gegen leistungsfixierte Wertvorstellungen auf indirekte und selbstzerstörerische Weise. Die sich in der Sucht ausdrückende Gier und Unersättlichkeit überlagern und verkennen die darunter liegende eigentliche Bedürftigkeit. Dabei verweisen verschiedene Formen von Sucht und Substanzenabhängigkeit auf unterschiedliche zu Grunde liegende Konfliktherde und Bedürfnisversagungen. Mit den Mitteln der KPT soll den unterschiedlichen Ersatz- und Primärbedürfnissen, die sich in den Süchten verstecken, auf den Grund gegangen und nach neuen Wegen ihrer unmittelbaren Erfüllung geforscht werden.