Körperorientierte Psychotherapie geht davon aus, dass Seelisches und Körperliches immer untrennbar verbunden sind, was wir instinktiv spüren, wenn wir davon sprechen: das drückt mir die Luft ab, das lastet mir auf den Schultern ,das geht mir an die Nieren, oder: dazu stehe ich, das kann ich vertreten, das berührt mich.
Oft genug aber fühlen wir uns entfremdet von unseren Gefühlen, beargwöhnen körperliche Symptome und haben gelernt in der Welt von Vernunft und Kontrolle zu Hause zu sein. Die ursprünglich offene Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele, sowie Gefühl, Gedanke und Handeln wiederherzustellen und wiederzubeleben ist ein Anliegen moderner Körperpsychotherapien.

Durch die Verankerung im eigenen Körperempfinden kann sich ein Gefühl von Lebendigkeit, Lebensfreude und Verbundenheit mit sich selbst einstellen, das eine gute Basis bildet auch für schwierige Lebenssituationen und Zeiten.
Man arbeitet wie in jeder Psychotherapieform mit dem Gespräch aber auch mit Bewegungsimprovisationen, Atemübungen, Berührungen, Gefühlsäußerungen und Rollenspielen u.a.. Dabei stößt man unweigerlich an Lebens- und Gedankenmuster, die uns evt. schon seit frühester Kindheit begleiten und heutzutage oftmals beengen, man versucht sie im Kontext früher Lebenserfahrungen zu verstehen aber auch Raum zu schaffen, dass sich unterdrückte oder nie gelebte und entfaltete Persönlichkeitszüge ausdrücken und ausprobieren können.

Die körperpsychotherapeutische Arbeit unterstützt auf natürliche Weise die Entfaltung unseres Wesenskerns. Wenn wir damit in Kontakt kommen, fühlen wir uns inspiriert und schöpfen Mut und die Kraft Dinge anzupacken, weil wir verbunden sind mit unserer Essenz und das Leben sinnerfüllter wird.